Gnaaaaaaa

Winter. Eine blöde Zeit, wenn frau Motorradfahren möchte. Gut, das weiße Zeugs ist inzwischen wieder weitestgehend verschwunden, aber eben leider nur weitestgehend. Und die Reste verursachen teilweise fette Eisplacken auf den Straßen.

Daher steht das Gelbschen unter einem Laken in der Tiefgarage und darf weiterschlafen. Aber ich hoffe, dass ich sie bald aufwecken und ausreiten darf. Vielleicht hat Petrus ja ein Einsehen mit mir und es klappt Anfang nächster Woche . . .

Kein Bruchstrichpilot

Da ich mich ja entschlossen hatte, das „Gelbschen“ unbeschränkt zuzulassen, konnte ich am Wochenende tatsächlich bei dem schönen, sonnigen Wetter noch eine Runde fahren. Es war dann zwar doch kälter, als angenommen, aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Die Sonne hielt jedenfalls noch, bis ich wieder zuhause war.


Der letzte Halt war dann im Kloster Polling. Eigentlich ist das Fotografieren in der Kirche verboten, aber ehrlich gesagt, hat mich das so gar nicht interessiert. Somit gibt es auch ein Foto von innen.

Die Strecke im einzelnen . . .

Bei dieser Tour war ist es mir auch zum ersten mal passiert, das ich in einer Kurve mit der Fußraste auf den Asphalt gekommen bin *huuiii* Und das als blutige Anfängerin. Aber irgendwie steht mein „Gelbschen“ auf Kurven. Der Ex nennt sie eine Kurvensau, und das scheint sie wohl auch zu sein. Er befürchtet inzwischen,das ich ihn im Urlaub (sobald ich das mit dem Lenkimpuls gelernt habe) dann abspatzen werde.

Könnt passieren.
Grins.

Der Nachwuchs ist da

Ja, ich hab das Kälbchen erworben. Eine 50 PS BMW F 650 GS (R13) in Titan Blue2 Metallic. Ausgestattet mit Werkstieferlegung, niedriger Sitzbank, abschaltbarem ABS, Heizgriffen, Wunderlich Tourenscheibe, Sportauspuff, 140er Reifen hinten und weißen Blinkern. Gekauft mit einem Zählerstand von 34.920 km.

Erworben habe ich es heute vor einer Woche – am Mittwoch, 12-Nov-2014. Und da ich schon im Vorfeld die Deckungszusage der Versicherung bekommen hatte, konnte ich es am nächsten Tag direkt zulassen. Gut, das war auch der Tatsache geschuldet, das unsere örtliche Zulassungsstelle so blöde Öffnungszeiten anbietet … nur Donnerstags bis 18:00 Uhr. Sonst bis 12:30 bzw 15:30 Uhr.

Wunschkennzeichen habe ich keines, da ich über das Kennzeichen keine Rückschlüsse auf mich zulassen wollte, wie mit Initialen o.ä. Das ist schon schlimm genug bei meinem Auto. Als mir die Dame bei der Zulassungsstelle allerdings das Kennzeichen nannte, das sie mir anbieten könnte, bin ich in schallendes Gelächter ausgebrochen. In wirklich, wirklich schallendes Gelächter. Denn es war genau das Kennzeichen meines Ex.

Und so hat mein Kälbchen nun das gleiche (Ganzjahres-)Kennzeichen, das auch die Kuh hat. Ich finde das schön. Meinem Ex hat es fast die Tränen in die Augen getrieben, als ich ihm vom Kauf und vom Kennzeichen erzählt habe. Er hat sich riesig für mich gefreut. Wir haben dann abends gemeinsam eine Flasche Wein auf den Kauf geleert.

Am Samstag war dann der Tag, an dem ich die erste Tour alleine auf einem Motorrad unternommen habe. Alleine, ohne Fahrlehrer als Rückendeckung. Alleine, ohne irgend wen als Schutz. Nur das Kälbchen und ich.

Knapp 90 Minuten und 61 km später bin ich noch immer zufrieden. Es fühlt sich gut an, mit dem eigenen Motorrad unterwegs sein zu können. Es liegt aber noch sehr viel Arbeit vor mir, grade was das Kurvenfahren angeht. Aber dabei wird mir mein Ex im Frühjahr helfen. Das hat er mir versprochen.

Somit ist nun warten auf gutes (trockenes) Wetter angesagt, damit ich weiterüben kann. Hoffentlich hat Petrus ein Einsehen mit mir und bringt einen milden Winter und eine schönes Frühjahr.


Kälbchen fallen nicht vom Himmel

… man findet sie zufällig im Internet.

Da ich ja nun seit ein paar Wochen die offizielle Erlaubnis besitze, dann doch richtig Motorradfahren zu lernen bin ich derzeit auf der Suche nach einem geeigneten Fortbewegungsmittel. Der Ex hilft mir tatkräftig suchen, aber fündig bin ich dann selber geworden.

Da ich mit der Kawa ER-6n zwar vom Handling und der Sitzposition sehr zufrieden war, im Gegensatz zur Geräuschentwicklung, war schnell klar, dass es keine Zweizylinder 600 cm3 Maschine werden würde. Da ich zudem bei meinem Auto auch noch Diesel-Fahrerin bin, kam die Idee meines Traumprinzen es doch mal mit einem Einzylinder zu versuchen.

Sein Vorschlag: BMW F650. Aber wenn dann die GS ab Bj 2001. Die wäre besser als das Vorgängermodell. Als wurde eben nach einer bezahlbaren BMW F650 GS gesucht. Gefunden habe ich „das Kälbchen“ dann 10 Minuten entfernt von mir. Und auch noch bezahlbar von einem Privatverkäufer.

Gestern nun habe ich dann die Probefahrt gemacht. Und ja, es ist im ersten Moment etwas merkwürdig, mir einem Einzylinder zu fahren. Es „blubbert“ einfach unerwartet. Aber von der Sitzposition, den Hebelwegen und dem Fahrverhalten an sich gefällt mir die Maschine sehr gut. Auch der Wendeversuch auf der schmalen, leicht abschüssigen Straße klappte wunderbar.


Und so wird das Kälbchen wohl in Kürze in meine Tiefgarage umziehen.

Ich warte jetzt nur noch auf die Deckungszusage der Versicherung, dann kann ich es auf mich zulassen. Vielleicht sollte ich vorher spaßeshalber mal bei der Zulassungsstelle anrufen wegen des Kennzeichens. Vielleicht kann ich ja ein anderes Kennzeichen bekommen. Das jetzige gefällt mir nicht. Es trägt die Initialen des Vorbesitzers. Und das mag ich irgendwie nicht, zumal er ja ganz in der Nähe wohnt. Mal schauen, was geht.