Good News, Bad News

      9 Kommentare zu Good News, Bad News
Gleich als erste Info vornweg – mir geht es gut. Nicht erschrecken. Es gibt aber trotzdem 2,5 schlechte Nachrichten.

Bad News
1. 90° Schräglage sind scheiße und tun weh. Punkt.
2. Den Kofferträger hat es aus der Sozia-Fußrasten-Halterung geschoben.
3. Drückt dieser verschobene Halter auf das Blech vor der Kette und lässt sie schleifen.

Good News
1. Mir geht es gut. Abgesehen davon, das ich das Gelbschen im Stand beim Wieder-Aufsteigen umgeworfen habe, ist mir nichts passiert.
2. Ich werde einen tierischen Muskelkater haben morgen, aber das was dann auch.
3. Am Dienstagmorgen habe ich eh einen Termin beim Schrauber für Inspektion und TÜV. Dann können die den Halter gleich wieder richten. Und den kaputten Blinker auch.

Aber bei allem Ärger über den Umfaller, und darauf bin ich einfach so RICHTIG fett stolz, das Kälbchen stand direkt beim ersten Versuch wieder. *strike* Nur ein Versuch, das 193 kg wiegendes Gelbschen aufzurichten !!! Gut, unter lautstarkem fluchen, stöhnen und ausstoßen sehr unflätiger Schreie beim finalen Anheber. Aber – erster Versuch – und es stand wieder auf dem Seitenständer.

Trotzdem ärgere ich mir nen zweites Loch in den Ar*ch das mir das passiert ist. Noch dazu an einer Stelle, an der ich auf die Schnelle keine Hilfe hätte bekommen können.

So, aber jetzt kurz zum Hergang. Ich hatte meine zweite Pause gemacht (Essen, trinken, entsorgen) und wollte wieder aufsteigen. Dabei muss ich wohl zu schwungvoll gewesen sein, denn so wie ich saß, verlagerte sich der Schwerpunkt nach rechts. Weit nach rechts. Und im Interesse meines noch gesunden, intakten rechtens Knies habe ich mich dann fürs Fallenlassen entschieden. Eigentlich konnte ich zuschauen, wie es sich langsam auf die Seite legte. Erst auf die Kofferkante, dann komplett. Naja, ich habe dann beschlossen drei Versuche zu wagen bevor ich versuche Hilfe zu bekommen. Wie sich dann zeigte, was das auch nicht nötig *megastolzgugg*.

An dieser Stelle habe ich dann beschlossen, nicht mehr das geplante Ziel anzusteuern, sondern Heim zu fahren. Was sich im Nachhinein als gute Idee erwies. In Herrsching bin ich falsch abgebogen. Und ich kann beim besten Willen nicht sagen, wann und wo. Ich muss zu diesem Zeitpunkt voll neben mir gestanden haben. Die Ecke am Ammersee kenne ich eigentlich wie meine Hosentaschen. Aber ich habe keine Ahnung, wie das passiert ist.

Egal. Ich bin heile in der Tiefgarage angekommen.
Platt und stehend k.o. Aber heile. Mehr ist nicht wichtig.

Hier noch ein paar Impressionen der heutigen 135 km.

Ohne Kirche geht's einfach nicht *zwinker*

Ohne Kirche geht’s einfach nicht *zwinker*

Sieht dunkler aus, als es tatsächlich war.

Sieht dunkler aus, als es tatsächlich war.

Das letzte Foto vor dem Umfaller *hngrmpf* Das Bild ist im übrigen schief. Umgefallen bin ich aufgrund der Strassenneigung nach rechts.

Das letzte Foto vor dem Umfaller *hngrmpf* Das Bild ist im übrigen schief. Umgefallen bin ich aufgrund der Strassenneigung nach rechts.

Die heutige Strecke.

Die heutige Strecke.

Zu guter Letzt - das hochverdiente "Ankommer-Bier". Vom Traumprinz aus Kroatien mitgebracht. Lecker.

Zu guter Letzt – das hochverdiente „Ankommer-Bier“. Vom Traumprinz aus Kroatien mitgebracht. Lecker.

Falls es irgendwen interessiert … Heute sind es genau 935 km, die das Kälbchen und ich zusammen verbracht haben. Außerdem habe ich heute einen meiner Angstmomente in Teilen verringern können. Ja, ich bekomme das Kälbchen wieder auf die Räder wenn es liegt. Und das erleichtert mich unsagbar.

 

9 thoughts on “Good News, Bad News

  1. SonjaM

    Puh! Jetzt hast Du den allerersten Umfaller hinter Dir. Willkommen im Club, in dem ist heißt: Es ist nicht die Frage, ob, sondern wann Du Dein Mopped mal schlafen legst. Ist ja nix passiert, dass nicht wieder gerichtet werden könnte, und solange die Koffer dazwischen sind, fällt Dir das Teil wenigstens nicht auf die Beine….

    Reply
  2. GschichtenErzaehlerin Post author

    Ja, der Koffer hat schlimmeres verhindert. Aber ich lag GsD nicht unter dem Gelbschen, sondern habe es zwischen meinen Beinen durchfallen lassen. Es ist mir aber trotzdem leicht dagegen "getitscht". Werd wohl nen blauen Fleck bekommen. Aber das ist nicht so schlimm, mir geht's gut 🙂

    Reply
    1. SonjaM

      Mit dem Fallenlassen hast Du es richtig gemacht. Ich wollte bei meinem ersten Umfaller mit der GS tatsächlich das Mopped davon abhalten, umzufallen und habe mir ganz böse was im Rücken gezerrt. War eine blöde Idee!

      Reply
    2. GschichtenErzaehlerin Post author

      Bei so einem Umfaller hat sich mein Traumprinz sein Knie zerlegt (Meniskus/Bänder/etc). Daher hat er immer und immer und immmmmmer wieder gepredigt "Zwischen den Füßen durchfallen lassen. NIEMALS versuchen aufzufangen."

      Reply
  3. D'eau Venus

    Eiwei! Was ein Glück, daß Dir nichts passiert ist! Ich hatte im ersten Moment gedacht, es wäre etwas schlimmeres gewesen.
    Wie Gesa umgekippt ist, bin ich mit umgekippt. Ich hatte aber auch keine andere Wahl gehabt, es ging viel zu schnell.

    Reply
  4. HeikeK

    Drei Umfaller bei Ellie. Der letzte am 1. Mai 2014 … blöde am Lenker gerissen, auf Steinen ausgerutscht, zack, lag sie auf mir drauf. 200 kg auf dem Bein – örks. Hat weh getan, und ich habe sie auch nicht hochbekommen. Wußte damals nicht, wie. Zum Glück kam ein Radler mit Hund vorbei und half mir. Blinker kaputt, Stoßfänger verbogen, Kratzer am Korpus.
    Mein Fußknöchel brauchte länger, um komplett auszuheilen. Und das ist nur im Stand passiert …
    Gräm Dich nicht. Umfaller passieren. Sind ärgerlich und teuer, dienen der eignen Erfahrung und können immer wieder mal geschehen.
    Das Du die Maschine allein aufheben konntest, ist wirklich taff. Gratuliere!!!

    Reply
  5. Traumprinz

    Irgendwann ist immer das erste Mal. Es ist immer Sch****. Es hört nie auf, wird aber immer seltener. Es schmerzt immer. Es ist fast immer dumm. Es ist peinlich, oft gibt es Zuschauer und es geschieht dennoch.

    Keiner hat die Macht, es zu verhindern. Ich kenne keinen, dem es noch nicht passiert ist. Eine echte Marktlücke, bei Tassen können wir es schon seit Jahrzehnten verhindern.

    Als mein Skipper im Hafenbecken lag, wurde mir bewusst, dass ein Segeltörn erst dann endet, wenn die ganze Crew im Auto sitzt und nach Hause fährt. Als mein Knie durch den Umfaller geplatzt ist, wurde mir klar, dass die Motorradausfahrt nicht erst mit dem Start des Motors beginnt.

    Trotzdem muss ich meiner Kuh ab und an wieder auf die Räder helfen. Das passiert jedem. Es ist immer Sch****.

    Reply

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.