Das Leben ist zu kurz

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und weil’s am Ende meistens endet,
macht es wenig Sinn, dass man die Zeit davor verschwendet.
Das Leben ist zu kurz, und man hat nie die Zeit, die man gern hätte.
Der Alltag grinst und legt dich lässig an die Kette.
Eingequetscht zwischen Pflichten und Terminen –
das Leben ist ’ne Dose Ölsardinen!
Doch es ist nicht die Zeit, die man nicht hat, sondern die man sich nicht nimmt
oder einfach verliert. Es gibt ganz bestimmt
weniger Sachen, die man immer schon mal machen wollte,
als Sachen, die man besser lassen sollte.
Text: WiseGuys

Mitte August habe ich einen Wunsch meiner verstorbenen Freundin (und mir) erfüllt. Wir hatten uns immer gewünscht, einmal die Erzabtei Sankt Ottilien zu besuchen. Aber jedes Mal, wenn wir das geplant hatten, passierte irgendwas, das uns daran hinderte. Im Jahr 2013 dann ihr Tod.

Selbst als ich bereits den Motorradführerschein hatte, und alleine hinfahren wollte, klappte es nicht. Beim ersten Mal habe ich das Gelbschen umgeworfen, beim zweiten Mal kam am Abend vorher die Nachricht, das die Tochter einer guten Bekannten, die ich in den Zusammenhang besuchen wollte, mit Armbruch im Krankenhaus gelandet war. Deswegen hatte ich das ganze auf Eis gelegt.

Da der Traumprinz im Gegensatz zu mir kein abergläubischer Mensch ist, hat er dann entschieden – wir fahren da hin. Basta. Also sattelten wir am 20-August die Viehherde und machten uns auf den Weg. Die Strecke am Ammersee-Ostufer war wie immer schön zum einfahren. Schöne Aussicht auf den See, leichte Kurven und wenig Autoverkehr. So mag man das.

In Steinebach am Wörthsee wurden wir aufgrund einer Baustelle umgeleitet. Eine „sehr“ interessante Streckenführung quer durch mehrere Wohngebiete. Und das immer hinter einem Trecker hinterher. Aber weder das, noch die Großbaustelle an der A 96, die die neben liegende Staatsstraße als Ausweichstrecke nutzt, machten Probleme. Es war ja nicht viel los.

Blöd wurde es erst in Greifenberg, als ich kurzzeitig aufgrund einer Baustelle (ach?!) die Orientierung verlor und wir lustige Kreise durch die Gegend zogen. In Pflaumendorf (Ortsteil von Eresing) kamen wir dann aber wieder auf die geplante Straße.

Die 1884 von dem Schweizer Andreas Amrhein gegründete Erzabtei Sankt Ottilien ist die Heimat von ca. 110 Mönchen sowie des Rhabanus-Maurus-Gymnasium Sankt Ottilien für etwa 700 Schüler mit angeschlossenem Tagesheim und Internat sowie mehrerer handwerkliche Betriebe. Ein ziemlich großer Kasten.

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Auf dem Klostergeländer selber befinden sich mehrere Kirchen. Zum einen der Konventbau, dann die Klosterkirche selber und zum anderen die barocke Ottilienkapelle.

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Die Klosterkirche von 1897 bis 1899 wurde im Stil der Neugotik errichtet und ist sehr schlicht gehalten. was ich für oberbayrische Verhältnisse erstaunlich finde. Sonst ist man, was die Farben angeht, nicht grade zurückhaltend. Aber das wird dem Bauzeitraum geschuldet sein. Die bisher besuchten Kirchen waren zumeist aus dem 14./15. Jahrhundert.

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Umgeben sind sie zwei Kirchen von einer sehr weitläufigen Anlage. Der eine Teil ist sehr grün und bewaldet. Mit Friedhof, Brunnen, Löschteich. Der andere ist der landwirtschaftliche Teil mit knoventioneller Milchhwirtschaft, Biogasanlage, Kräutergarten. Außerdem gibt es eine eigene Feuerwehr und Werkstätten.

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Alles in allem ein sehr interessanter Besuch. Meiner verstorbenen Freundin hätte es sehr gefallen. Sie hat sich Kirchen genauso gerne angeschaut, wie ich.

 

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